Sie haben eine Frage zum Thema Pflegefamilie oder unseren ambulanten Hilfen? Hier finden Sie Antworten
Wir sind für Sie da
Haben Sie Fragen oder benötigen Sie Unterstützung? Ob es um konkrete Fallanfragen, Beratung oder Fortbildungen geht – wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Unser Team der Erziehungshilfe und Pädagogischen Diagnostik bietet fachkundige Hilfe und maßgeschneiderte Lösungen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, um gemeinsam die bestmögliche Unterstützung für Kinder und Jugendliche zu finden.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!
Fragen zu Pflegefamilien
Wer kann Pflegefamilie / Erziehungsstelle werden?
Grundsätzlich können Einzelpersonen, Paare und Familien eine Pflegefamilie oder Erziehungsstelle werden. Bei der Erziehungshilfe Siegburg bezeichnen wir unsere Erziehungsstellen als Fach-Pflegefamilie, dafür muss eine pädagogische Ausbildung vorliegen.
Entscheidend sind stabile Lebensverhältnisse, emotionale Belastbarkeit sowie Freude daran, einem jungen Menschen ein verlässliches Zuhause zu geben.
Auch Alleinstehende und gleichgeschlechtliche Paare und alle außerhalb und dazwischen sind ausdrücklich willkommen.
Für Erziehungsstellen gelten meist erweiterte fachliche Anforderungen. Häufig verfügen Bewerberinnen und Bewerber über eine pädagogische Ausbildung – zum Beispiel als staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher, oft mit Abschluss an einer Fachschule für Sozialpädagogik.
Mehr über unsere Angebote erfahren Sie hier:
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um ein Kind aufzunehmen?
Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um ein Kind aufzunehmen?
Wenn Sie Fach – Pflegefamilie bei uns werden möchten, benötigen Sie:
- ausreichend Wohnraum (idealerweise ein eigenes Zimmer für das Kind)
- gesundheitliche Stabilität
- ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
- zeitliche Ressourcen
- pädagogische Ausbildung
Noch wichtiger als formale Kriterien sind Geduld, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Fachstellen. Wenn Sie bereits pädagogische Vorbildung mitbringen, unterstützen wir Sie gern dabei, die Anerkennung als Fachkraft zu erhalten.
Lassen Sie sich unverbindlich beraten und nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Brauche ich eine pädagogische Ausbildung oder Berufserfahrung?
Für eine klassische Pflegefamilie ist eine pädagogische Ausbildung keine zwingende Voraussetzung.
Anders bei Erziehungsstellen: Hier wird in der Regel eine fachliche Qualifikation erwartet – häufig als staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher, oftmals erworben an einer Fachschule für Sozialpädagogik.
Diese fachliche Grundlage hilft dabei, auch Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf professionell zu begleiten.
Informieren Sie sich gerne persönlich über Einstiegsmöglichkeiten als Pflegefamilie in einem persönlichen Gespräch mit Stefan Simmler, unserem Leiter des Bereiches der Fach-Pflegefamilien
Wie läuft ein typischer Alltag in einer Pflegefamilie / Erziehungsstelle ab?
Der Alltag in einer Pflegefamilie ähnelt in vielen Bereichen dem anderer Familien – und ist doch besonders. Neben Schule, Freizeit und gemeinsamen Mahlzeiten braucht das Kind häufig zusätzliche Unterstützung bei emotionalen oder sozialen Themen.
Unsere Erziehungsstellen werden von pädagogischen Fachkräften geführt, beispielsweise von staatlich anerkannten Erzieher:innen, die ihre Fachkompetenz täglich in den Familienalltag einbringen.
Regelmäßige Beratungen im Team, ein verlässlicher Ansprechpartner zur zusätzlichen individuellen Beratungen und das Angebot zur Supervision sorgen dafür, dass Sie nie allein vor Herausforderungen stehen.
Welche Unterstützung bekomme ich als Pflegefamilie?
Als Fach – Pflegefamilie erhalten Sie umfassende Unterstützung:
- fachliche Beratung
- regelmäßige Begleitung
- Zugang zu Fortbildungen
- Unterstützung in Krisensituationen
Unser Team arbeitet eng mit Ihnen zusammen und stärkt Sie in Ihrer wichtigen Rolle allen anderen Akteuren der Jugendhilfe gegenüber.
Mehr über unsere Jugendhilfeleistungen.
Wie viel Geld bekommen Pflegefamilien – und wie setzt sich das zusammen?
Wenn Sie bei uns Fach – Pflegefamilie werden und ein Pflegekind bei sich aufnehmen, erhalten Sie als Fachkraft eine Festanstellung, dass bedeutet für Sie:
- ein Arbeitsvertrag mit festen Gehalt
- Jobticket
- Jobrad
- steuerfreie Zuwendungen für das Pflegekind
- Vermögenswirksame Leistungen & betriebliche Altersvorsorge
- weitere Benefits
Die genaue Höhe variiert je nach Bundesland sowie Alter und Bedarf des Kindes.
Wenn Sie mehr über den Beruf als Pflegefamilie im Rahmen einer Fach-Pflegefamilie erfahren wollen, informieren Sie sich gern persönlich in einem unverbindlichen Gespräch mit Herrn Simmler über Ihre Möglichkeiten:
Gespräch vereinbaren
oder schauen Sie sich unsere Stellenangebote an:
Hier zu den Jobangeboten
Bekomme ich Pflegegeld oder ein Gehalt – und wie ist das steuerlich geregelt?
Eine Pflegefamilie erhält in der Regel steuerfreies Pflegegeld, solange dieses nicht den gesamten Lebensunterhalt ersetzt.
Unsere Erziehungsstellen hingegen werden als fachliche Leistung bezahlt, das bedeutet Sie erhalten ein geregeltes Gehalt. Besonders Fachkräfte mit Abschluss an einer Fachschule für Sozialpädagogik arbeiten hier in einem professionellen Rahmen, der entsprechend vergütet wird.
Welche Rolle spielt das Jugendamt und wie läuft die Zusammenarbeit ab?
Das Jugendamt nimmt für die Unterbringungsform Fach – Pflegestelle eine zentrale Rolle ein.
Wir als Erziehungshilfe begleiten und unterstützen unsere Erziehungsstellen in der Kommunikation und dem Austausch mit dem Jugendamt.
Das Jugendamt hat die Aufgabe, das Wohl des Kindes von staatlicher Seite aus sicherzustellen, daher sind Sie im regelmäßigen Austausch.
Das bedeutet: Halbjährlich werden fachliche Gespräche zur Entwicklung des Kindes geführt und Zielvorgaben für die Zukunft formuliert. Auch halbjährlich wird dem Jugendamt ein Bericht zur Entwicklung des Kindes zur Verfügung gestellt. Diesen Bericht erstellen unsere Fach – Pflegefamilien in der Regel gemeinsam mit ihrem persönlichen Berater der Erziehungshilfe Siegburg.
Wie gehe ich mit traumatisierten Kindern um – und bekomme ich Schulungen dafür?
Viele Kinder bringen belastende Erfahrungen mit. Als Pflegefamilie im pädagogischen Rahmen der „Fach-Pflegefamilie“ werden Sie darauf selbstverständlich vorbereitet.
Wir bieten Schulungen an, unter anderem zu:
- Traumapädagogik, traumasensibles Arbeiten mit belasteten Kindern
- Bindungsverhalten
- Deeskalation
- Ressourcenförderung
- interne Weiterbildungen zum individuellen Bedarf des Kindes
- Elternforum zum direkten Austausch
- Fortbildungen zur pädagogische Diagnostik
- Viele weitere Angebote zur internen und externen Fort- & Weiterbildung
Auch erfahrene Fachkräfte – etwa Absolvent:innen einer Fachschule für Sozialpädagogik – nutzen diese Fortbildungen regelmäßig, um ihr Wissen zu vertiefen.
Wie läuft der Bewerbungsprozess ab und wie lange dauert es bis zur Aufnahme?
Der Weg zur Fach – Pflegefamilie beginnt meist mit einem Informationsgespräch. Danach folgen:
- persönliche Gespräche
- Hausbesuche
- Biografiearbeit
- Eignungsprüfung
- Vorbereitungsseminare
Danach folgt der Aufnahmeprozess – das Herausfinden, welches Kind zu Ihnen und Ihrer Familie passt.
Der gesamte Prozess kann mehrere Wochen bis zu wenigen Monaten dauern – denn eine sorgfältige Vorbereitung schafft Sicherheit für alle Beteiligten.
Der Prozess orientiert sich dabei an Ihren persönlichen Lebensumständen und daher sehr individuell.
Tipp: Nutzen Sie das Erstgespräch auch, um Ihre Fragen offen anzusprechen.
Vereinbaren Sie jetzt eine unverbindliche Erstberatung
Was kann ich tun um Fachkraft zu werden?
Wenn Sie sich beruflich weiterentwickeln möchten, führt der klassische Weg häufig über eine Fachschule für Sozialpädagogik mit dem Abschluss als staatlich anerkannte Erzieherin oder staatlich anerkannter Erzieher.
Diese Qualifikation eröffnet Ihnen vielfältige Möglichkeiten in der Jugendhilfe – unter anderem die Tätigkeit in einer professionell geführten Erziehungsstelle.
Auch Zusatzqualifikationen und Fortbildungen unterstützen Sie dabei, Ihre fachliche Rolle weiter auszubauen.
Wenn Sie schon pädagogisch vorgebildet sind, gibt es auch Möglichkeiten des Quereinstiegs die wir gerne individuell mit Ihnen besprechen.
Möchten Sie Fach – Pflegefamilie werden?
Eine Pflegefamilie zu sein bedeutet, einem Kind Stabilität, Sicherheit und neue Perspektiven zu schenken – eine Aufgabe mit großer gesellschaftlicher Bedeutung.
Als erfahrener Jugendhilfeträger in Siegburg und Umgebung begleiten wir Sie Schritt für Schritt auf diesem Weg.
Lassen Sie sich unverbindlich durch uns beraten.
Fragen zu ambulanten Hilfen
Was sind ambulante Hilfen in der Jugendhilfe
Ambulante Hilfen zur Erziehung sind Unterstützungsangebote für Familien, Kinder und Jugendliche, die direkt im Alltag stattfinden – also dort, wo Herausforderungen tatsächlich entstehen: Zuhause, in der Schule oder im sozialen Umfeld.
Als ambulanter Jugendhilfeträger im Rhein-Sieg-Kreis und Bonn begleiten wir Familien individuell, alltagsnah und lösungsorientiert. Unsere qualifizierten Fachkräfte – darunter Sozialpädagog*innenen und teilweise staatlich anerkannte Erzieher*innen– arbeiten eng mit allen Beteiligten zusammen, um die familiäre Situation nachhaltig zu stabilisieren.
Informieren Sie sich über unsere ambulanten Hilfen zur Erziehung.
Seid ihr das Jugendamt?
Nein. Die Erziehungshilfe gGmbH ist ein freier Träger der Jugendhilfe. Wir arbeiten partnerschaftlich mit dem Jugendamt zusammen, handeln jedoch unabhängig und auf Augenhöhe mit den Familien.
Unser Ziel ist nicht Kontrolle, sondern Unterstützung. Viele Familien empfinden die Zusammenarbeit mit einer neutralen Fachkraft, wie etwa unseren fürsorglichen Fachkräften, als besonders entlastend.
Erfahren Sie mehr über unsere Haltung, Arbeitsweise und das Team der Erziehungshilfe.
Welche ambulanten Hilfen werden angeboten?
Unsere Jugendhilfeleistungen in Siegburg, Troisdorf, Hennef, Sankt Augustin, Niederkassel, Bonn und Umgebung richten sich immer nach dem individuellen Bedarf der Familie. Dazu gehören unter anderem:
Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)
Intensive Begleitung im Familienalltag – z. B. bei Erziehungsfragen, Strukturierung des Tagesablaufs oder im Kontakt mit Behörden.
Erziehungsbeistandschaft
Individuelle Unterstützung für Kinder und Jugendliche bei schulischen, sozialen oder emotionalen Herausforderungen.
Begleiteter Umgang
Professionelle Gestaltung von Umgangskontakten, damit Kinder auch in schwierigen Familiensituationen Sicherheit erleben.
Alle Hilfen werden von erfahrenen pädagogischen Fachkräften durchgeführt – häufig von Sozialpädagog*innen und teilweise von staatlich anerkannten Erzieher*innen, die über umfangreiche Praxiserfahrung verfügen.
Verschaffen Sie sich einen Überblick über alle Jugendhilfe-Leistungen.
Wie bekomme ich ambulante Hilfe – wie läuft der Antrag beim Jugendamt ab?
Der erste Schritt führt immer über das zuständige Jugendamt. Dort wird gemeinsam mit Ihnen der Hilfebedarf besprochen und ein Hilfeplan erstellt.
Nach der Bewilligung kann ein freier Träger wie die Erziehungshilfe gGmbH beauftragt werden. Anschließend lernen Sie Ihre betreuende Fachkraft kennen, zumeist eine Sozialpädagog*in oder staatlich anerkannte Erzieher*in, die Sie über einen längeren Zeitraum begleitet.
Unser Tipp: Sie dürfen beim Jugendamt äußern, welchen Träger Sie sich wünschen.
Wenn Sie Fragen zum Ablauf haben, beraten wir Sie gern vertraulich.
Was kostet die Unterstützung – wer bezahlt ambulante Hilfen?
Für Familien sind ambulante Hilfen zur Erziehung in der Regel kostenfrei. Die Finanzierung übernimmt das Jugendamt bzw. die zuständige Kommune. Sie können Unterstützung also unabhängig von Ihrer finanziellen Situation erhalten.
Wie lange dauern ambulante Hilfen (SPFH / Erziehungsbeistand) in der Regel?
Die Dauer richtet sich nach Ihrer persönlichen Situation. Viele Hilfen sind mittelfristig angelegt, häufig über mehrere Monate bis hin zu etwa zwei Jahren.
Ziel ist immer, Familien nachhaltig zu stärken – damit Unterstützung irgendwann nicht mehr notwendig ist.
Wo finden die Termine statt – bei uns zuhause oder bei euch?
Ambulante Hilfen leben von Nähe zum Alltag. Deshalb treffen wir uns meist bei Ihnen zuhause oder in Ihrem direkten Lebensumfeld/Sozialraum.
Je nach Situation können Termine auch in unseren Räumlichkeiten oder an einem neutralen Ort stattfinden. Ihre betreuende Fachkraft der Erziehungshilfe stimmt alle Rahmenbedingungen transparent mit Ihnen ab.
Wie laufen Termine konkret ab – was macht man bei SPFH / Erziehungsbeistand?
Jede Familie und jede Situation ist anders. Deshalb gibt es keinen starren Ablauf.
Typische Inhalte können sein:
- Klärung von Erziehungsfragen
- Unterstützung bei Konflikten
- Aufbau verlässlicher Strukturen
- Förderung sozialer Kompetenzen
- Begleitung bei schulischen Themen
Unsere pädagogischen Fachkräfte, Beraterinnen und Berater arbeiten praxisnah, respektvoll und lösungsorientiert. Sie bestimmen das Tempo aktiv mit.
Kann ich meine*n Betreuer*in wechseln oder Wünsche äußern?
Ja. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist entscheidend für den Erfolg der Hilfe.
Auch ein Wechsel ist machbar, wenn die Zusammenarbeit einmal nicht passen sollte.
Sprechen Sie uns einfach an und treten Sie mit uns in Kontakt. Unsere Expertinnen und Experten helfen Ihnen gerne.
Darf ich euch alles anvertrauen – gilt Schweigepflicht in der Jugendhilfe?
Selbstverständlich. Alle Mitarbeitenden der Erziehungshilfe gGmbH sowie unsere staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erzieher unterliegen der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht.
Ihre persönlichen Informationen werden vertraulich behandelt. Eine Weitergabe erfolgt nur mit Ihrer Zustimmung oder wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt.
Vertrauen ist die Grundlage unserer Arbeit als Erziehungshilfe.
Sie sind unsicher, ob ambulante Hilfen das Richtige sind?
Viele Familien zögern zunächst, Unterstützung anzunehmen. Oft aus Sorge, bewertet zu werden. Tatsächlich erleben die meisten die Zusammenarbeit als große Entlastung.
Als erfahrener Jugendhilfeträger in Siegburg, Troisdorf, Hennef, Sankt Augustin, Niederkassel und Bonn stehen wir Ihnen respektvoll, transparent und ohne Vorurteile zur Seite.
Lassen Sie sich unverbindlich beraten und nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf.